Gesundheitsministerin Nonnenmacher hat Bedenken gegen die Wiedereröffnung von Gaststätten. „Gastronomie im Innenbereich ist ein sehr, sehr schwieriges Terrain mit hohen Ansteckungsrisiken“, so erklärte die Brandenburger Gesundheitsministerin Nonnenmacher (Grüne) im Landtags-Gesundheitsausschuss.
Der Handel begehrt auf
Es ist der 3. März, die Sonne scheint und vor allem haben die Frisöre wieder geöffnet. Die Schlangen an den Läden sind lang und die Freude bei Kunden und Frisören groß. Kein Wunder, dass auch andere Branchen ein solches Glück erleben möchten. Und aus der Sicht eines Normalbürgers ist dieser Wunsch auch berechtigt. Denn was ist denn nun, abgesehen von der angebotenen Dienstleistung, der konkrete Unterschied zwischen einem Frisör, einem Buchladen, einer Drogerie, einem Supermarkt, einem Speiserestaurant oder einem Hotel. Die Logik, weshalb das eine sein darf und das andere eben nicht, ist kaum nachzuvollziehen und sachlich nicht zu begründen. In Punkto Hotelöffnung könnte man argumentieren, dass damit ungewollter Reiseverkehr erzeugt wird. Mehr Argumente fallen mir aber nicht ein.
Meine Erfahrungen sind andere
Im vergangenen Jahr waren Restaurants und Hotels auch während der Pandemie geöffnet. Ich habe mehrere Tage in zwei verschiedenen Hotels genächtigt. Beide hatten ein ausgereiftes Hygienekonzept, das auch konsequent umgesetzt wurde. Auch Restaurants habe ich mehrere im letzten Sommer besucht. Dort war das gleiche Bild zu beobachten. Weder meine Frau noch ich sind an Corona erkrankt, -damals nicht und heute auch nicht.
Wie kommt also Frau Nonnenmacher zu Ihrer Einschätzung?
Weiß sie mehr als wir Normalbürger? Das sollte Sie ja eigentlich. In diesem Fall sollte Sie ihre Kenntnisse dann aber auch der Allgemeinheit zugänglich machen. Das hat Sie aber nicht. Vielleicht hat Sie aber so ein Bauchgefühl. Irgendeine Untersuchung, wo die Hotspots nun tatsächlich sind, wer sich wo und wobei ansteckt, ist meines Wissens noch nicht veröffentlich worden. Über ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie stochert man immer noch im Nebel. Daran ändern auch die vielen Pressekonferenzen des RKI, des Herrn Spahn und auch der Kanzlerin nichts.
Ganze Branchen aufgrund eines Bauchgefühls im Leerlauf zu halten, hat mit seriöser Politik nichts zu tun.
Der Landtags-Gesundheitsausschuss hat während der Sondersitzung mit Frau Nonnenmacher die Öffnung von Gartenmärkten und Blumenläden beschlossen.
Die Öffnung der Blumenläden beruht dabei auf einem Versprecher von Ministerpräsident Woidke. Es ist ein Unding, dass er diesen Versprecher nicht eingeräumt und korrigiert hat.
Aber der Ministerpräsident hat wohl auch keinen prinzipiellen Unterschied zwischen einem Gartenmarkt und einem Blumenladen gesehen.
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