Am kommenden Sonntag gibt es beim ZDF eine Premiere. Erstmals überträgt das ZDF an einem Sonntagvormittag einen Gottesdienst der Queer-Bewegung aus Münster.
Die dortige Gemeinde versteht sich als „Kirche und Heimat für LGBTIQ*“.
Sie vertritt die Ansicht, dass die Einteilung der Menschen nach Geschlecht diskriminierend sei. Damit stellt sich die Gemeinde gegen die in der akademischen und auch sonst bei allen vernunftbegabten Wesen akzeptierte biologische Tatsache, dass es zwei Geschlechter gibt. Alles andere sind Gefühle und Meinungen, die keinerlei praktische Relevanz haben und die biologischen Fakten schlicht ignorieren. All das sollte dem ZDF als einem der Bildung und Aufklärung verpflichteten öffentlich-rechtlichem Sender bekannt sein. Dennoch ignorieren sowohl das ZDF als auch die ARD seit Jahren den säkularen Charakter unseres Staates und zwingen ihren Zuschauern jeden Sonntag die Sonntagsmessen der beiden christlichen Kirchen auf. Dies findet bei den Zwangsgebührenzahlern immer weniger Verständnis. Die Zahl aktiven Christen ist seit Jahrzehnten rückläufig. Ursache dafür sind nicht nur die teils weit in der Vergangenheit liegenden Skandale wie der Kindesmissbrauch in kirchlichen Einrichtungen als auch in den Kirchengemeinden, sondern die Unfähigkeit sowohl der römisch-katholischen als auch der lutherischen Kirche, diesem Treiben endlich ein Ende zu setzen, die Verbrechen aufzuarbeiten und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen.
Wenn die Rundfunkanstalten nicht die nötige Einsicht haben, die Begünstigung der Kirchen durch die Übertragungen der Sonntagsmessen zu beenden, dann sollte der Staat als Eigner des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk endlich einschreiten und diese Praxis unterbinden.
Besonders schändlich am Vorgehen des ZDF ist dabei die Tatsache, dass hier eine Minderheit eine Bühne erhält, die versucht, der Mehrheit der traditionell denkenden Bürger ihre Interpretation der Sexualität aufzuzwingen und ihnen pauschal die Diskriminierung von Minderheiten vorzuwerfen.
Dass die Regierung sich in Sachen Kirche wieder einmal tot stellt, ist keine Überraschung. Schließlich zahlt man seit Jahrzehnten Millionen Euro an Steuergeldern als Entschädigung für Enteignungen des Kircheneigentums in grauer Vorzeit. Diese unsägliche Praxis ist eine Folge der nicht konsequent durchgeführten bürgerlichen Revolution in Deutschland. Aber der Steuerzahler hat’s ja.
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