Deutschland ist ein reiches Land

Aber nicht jeder Deutsche ist reich

Der Reichtum in Deutschland ist ungleich verteilt. Sehr wenige Personen besitzen einen großen Teil des Volksvermögens, während die übrige Bevölkerung Mühe hat, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
In Sachen Vermögensverteilung und Steuergerechtigkeit bewegt sich seit Jahrzehnten nichts in Deutschland und wenn doch, dann handelt es sich um Umverteilungen zu Lasten der Ärmeren in unserer Gesellschaft. Insbesondere die in der gegenwärtigen Regierung aktive FDP hat sich mit ihrer ablehnenden Haltung zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer, der Grundsicherung für Kinder und auch zur höheren Besteuerung großer Vermögen dem Schutz der Reichen in unserer Gesellschaft verschrieben. Dass es im reichsten Land Europas (noch immer) Obdachlose, Kinder in Armut und zahllose Rentner und alleinerziehende Mütter gibt, die auf die Versorgung durch die Tafeln angewiesen sind, ist für die Partei der Besserverdienenden kein Grund, ihren Kurs zu ändern.

Dabei sind gerade die Vermögenden durchaus bereit, ihren Verpflichtungen als die Stärkeren in der Gesellschaft nachzukommen und den Begriff Solidargemeinschaft mit Leben zu erfüllen. Bereits mehrfach haben sie in ganzseitigen Zeitungsanzeigen ihre Bereitschaft erklärt, sich mit ihrem Vermögen stärker an der Finanzierung unserer Gemeinschaft zu beteiligen. Von der Politik wurde das bisher immer geflissentlich ignoriert. Daher hat eine Reihe von Vermögenden den Verein taxmenow-Initiative für Steuergerechtigkeit e.V.gegründet. Diese Seite möchte ich allen an Gerechtigkeit Interessierten ans Herz legen.

Nachstehend ein Auszug aus dem aktuellen Newsletter zum Thema Geld und Steuern.

Geld. Was ist das eigentlich? 

Es ist keine natürliche Ressource wie Nahrung oder Grund und Boden. Aber wir können es benutzen, um für den Zugang zu solchen Ressourcen zu bezahlen – es ist ein Mittel. Wir alle brauchen und verwenden es täglich. Sei es zum Kauf von Waren, wie Lebensmittel, oder gegen Leistungen, zB um die Waschmaschine reparieren zu lassen. 

Wir nutzen Geld auch, um den Wert unterschiedlicher Dinge zu bemessen, den Handel zu vereinfachen und für den Zugang zum gesellschaftlichen Leben, zB in Form von Tickets für Veranstaltungen, die wir kaufen. Geld ist an und für sich weder gut noch schlecht. Problematisch wird‘s, wenn Geld durch das System von Wirtschaft und Politik ungleich verteilt wird.
Für überreiche Menschen hat Geld nämlich nichts damit zu tun, die Dinge des täglichen Lebens zu bezahlen oder einen schönen Urlaub zu machen.
Für Überreiche wird Geld zu Vermögen und diese können dadurch Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Medien nehmen. Denn Vermögen ist Macht.

Den Zugang zu den Ressourcen im Eigentum der Überreichen müssen aber alle Menschen bezahlen, Einkommen fließt so in Richtung der vermögenden Menschen. Der Überreichtum der Wenigen beeinflusst damit das Leben der Vielen. Aber Überreiche haben für ihre Macht kein Mandat, sie müssen sich nicht verantworten. Das wiederum widerspricht der Demokratie. 
Hier kommen die Steuern ins Spiel. Weil das System nicht perfekt ist, braucht es einen Ausgleich, eine Umverteilung. Steuern sind das demokratische Mittel, mit dem jedes Mal Geld eingenommen wird, wenn es sich bewegt. Das passiert bei der Auszahlung von Gehältern, beim Bezahlen des Einkaufs, der Miete, etc. Warum also nicht auch bei Vermögen und Erbe?
Das ergibt in unseren Augen keinen Sinn und ist obendrein ungerecht, weil somit die Konzentration von Vermögen durch die Steuerpolitik gefördert wird. Es bedeutet nämlich auch, dass die Macht der Vermögenden, denen all diese Ressourcen gehören, immer weiter wächst.

Darum setzt taxmenow sich für die Besteuerung von Vermögen ein –  es geht um faire Beiträge ins System und um die Demokratisierung von Macht.


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